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Hitzetage: Geeignete Durstlöscher im Sommer

17. September 2025

🥵 Hitzetage: Worauf Pflegefachkräfte bei der Getränkeauswahl achten sollten

Gerade an heißen Sommertagen ist die richtige Flüssigkeitszufuhr entscheidend – nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch für Pflegefachkräfte selbst. Wer den ganzen Tag körperlich aktiv ist, viel spricht, sich bewegt und möglicherweise auch noch Schutzkleidung trägt, verliert über Schweiß und Atmung mehr Flüssigkeit als gewöhnlich.

Zudem verfügen die meisten Gesundheitseinrichtungen, Patientenzimmer sowie die Stationen selbst über keine Klimaanlage. Umso wichtiger ist es, auf eine ausreichende und sinnvolle Trinkmenge zu achten.

💧 Wie viel Flüssigkeit braucht der Körper?

An Hitzetagen wird folgende Flüssigkeitszufuhr empfohlen: 35–40 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Bei einer 70 kg schweren Person sind das rund:

📌 2.450–2.800 ml täglich

Davon werden im Schnitt etwa 800 ml über die Nahrung aufgenommen (z. B. durch Suppen, Obst, Gemüse, Joghurt). Das bedeutet:
👉 Etwa 1.500–2.000 ml sollten aktiv in Form von Getränken aufgenommen werden – bei Hitze gerne auch mehr.

💡 Achtung bei Hitze: Der Flüssigkeitsbedarf kann sich bei hohen Temperaturen schnell erhöhen – je nach Aktivität sogar um 500–1.000 ml zusätzlich!

🧃 Welche Getränke sind geeignet?

Nicht jedes Getränk ist bei Hitze ein guter Durstlöscher. Hier eine Übersicht:

✅ Empfehlenswert:

  • Wasser – still oder mit wenig Kohlensäure 
  • Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees – z. B. Pfefferminze, Melisse, Hibiskus 
  • Verdünnte Saftschorlen – im Verhältnis 1:3 (ein Teil Saft, drei Teile Wasser) 
  • Infused Water – Wasser mit frischen Kräutern (z. B. Minze) oder Obst (z. B. Zitrone, Beeren)

Ein Biohacking-Tipp für dich:
Manchmal reicht Wasser und ungesüßte Getränke nicht aus, um den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Besonders an Hitzetagen, wird die Resorptionsfähigkeit des Darms reduziert, sodass hypotone elektrolytarme Getränke wie Wasser schlechter aufgenommen werden. 

Deswegen ist es hier besonders wichtig, zu einem stark verdünnten Saft oder Sirup eine Prise Salz hinzuzufügen, sodass das Wasser und auch die Elektrolyte leichter im Dünndarm resorbiert werden können!

⚠️ In Maßen:

  • Kaffee – wirkt leicht harntreibend, daher nur in Maßen (max. 3–4 Tassen/Tag) 
  • Leicht gesüßte Getränke – z. B. Eistee oder Limonade, aber nicht als Hauptgetränk 

❌ Lieber vermeiden:

  • Stark gezuckerte Softdrinks – belasten den Kreislauf und stillen den Durst schlecht 
  • Alkoholische Getränke – fördern die Flüssigkeitsausscheidung und erhöhen das Gesundheitsrisiko bei Hitze 
  • Eiskalte Getränke in großen Mengen – reizen den Magen und können Kreislaufprobleme fördern

🕒 Praktische Tipps für den Pflegealltag

  • Trinkpausen fest einplanen – z. B. bei jeder vollen Stunde ein Glas Wasser 
  • Wasserflasche immer griffbereit – idealerweise sichtbar und wiederverwendbar 
  • Mitarbeiter*innen erinnern sich gegenseitig – kleine Trink-Challenges fördern das Bewusstsein 
  • Infused Water im Teamraum bereitstellen – fördert die Lust auf gesundes Trinken 
  • Leichte, wasserreiche Snacks – z. B. Melone oder Gurke als kleine Zwischenmahlzeit

🧠 Fazit

Pflegekräfte geben täglich alles – gerade an Hitzetagen. Deshalb ist es wichtig, auch an sich selbst zu denken. Die richtige Getränkewahl und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für Konzentration, Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Wer gut trinkt, bleibt fit – auch im Hochsommer.

Im Praxisbuch Ernährung im Schichtdienst. Mahlzeitenrhythmus und Schlafhygiene im pflegerischen Alltag, erfährst du mehr darüber worauf du achten kannst.

Beste Grüße,
Diätologin
Petra Hömens